Was kostet eine professionelle Website 2026? Eine ehrliche Antwort
„Was kostet eine Website?“ — diese Frage höre ich seit 2009 fast jede Woche. Und die ehrliche Antwort ist unbequem: Es kommt darauf an. Aber weil Ihnen dieser Satz nichts bringt, habe ich in diesem Artikel aufgeschrieben, was professionelle Websites in Deutschland 2026 tatsächlich kosten, wovon der Preis wirklich abhängt — und an welchen Stellen Sie gerade als kleines Unternehmen aufpassen sollten.
Vorweg: Ich verkaufe selbst Websites. Ich habe also ein Interesse daran, dass Sie bei mir anfragen. Trotzdem — oder gerade deshalb — bekommen Sie hier keine Schönrechnerei, sondern die Zahlen, die ich aus 17 Jahren Projekterfahrung kenne.
Warum ein Angebot 800 € kostet und das andere 8.000 €
Wenn Sie drei Angebote einholen, bekommen Sie drei völlig unterschiedliche Preise. Das liegt selten daran, dass jemand Sie über den Tisch ziehen will. Meistens steckt schlicht Unterschiedliches drin.
Der Preis einer Website hängt vor allem davon ab, wie viele Seiten gebaut werden, ob das Design von einer Vorlage kommt oder individuell entsteht, welche Funktionen Sie brauchen (ein Kontaktformular ist Standard, eine Online-Terminbuchung schon nicht mehr) — und, das wird ständig unterschätzt: wer die Texte und Bilder liefert. Wenn Sie Inhalte fertig anliefern, sparen Sie viel Geld. Wenn die Agentur alles texten und bebildern muss, kann das schnell ein Drittel des Budgets ausmachen.
Und dann ist da noch der unsichtbare Teil: saubere Technik, Ladegeschwindigkeit, Suchmaschinenoptimierung, DSGVO. Das sieht man einer Website auf den ersten Blick nicht an. Genau hier unterscheiden sich die 800-€- und die 8.000-€-Angebote am deutlichsten.
Die Zahlen: Was Websites 2026 in Deutschland kosten
| Website-Typ | Realistische Preisspanne |
|---|---|
| Baukasten (Wix, Jimdo), selbst gemacht | 10–40 €/Monat, dauerhaft |
| Onepager / Landingpage vom Profi | 300–1.500 € |
| Unternehmenswebsite, 5–10 Seiten | 1.500–5.000 € |
| Individualdesign mit SEO | 3.000–10.000 € |
| Online-Shop | 3.000–15.000 € |
Zur Einordnung: Webdesigner und kleine Agenturen rechnen in Deutschland üblicherweise mit 60 bis 120 € pro Stunde. Rechnen Sie selbst nach — wenn Ihnen jemand eine „komplette Firmenwebsite für 299 €“ anbietet, dann stecken da entweder drei Arbeitsstunden drin oder der Anbieter verdient sein Geld später an Ihnen. Beides sollte Sie stutzig machen.
Die Kosten, über die beim Verkaufsgespräch niemand redet
Mit dem Launch ist es nicht getan. Domain und Hosting kosten je nach Anbieter 50 bis 200 € im Jahr — das ist überschaubar. Teurer wird die Pflege: Eine WordPress-Website braucht regelmäßige Updates für System und Plugins. Wer das schleifen lässt, hat irgendwann eine gehackte Seite — ich habe solche Fälle mehr als einmal aufräumen dürfen. Realistisch sind 200 bis 800 € Wartung pro Jahr.
Ein Hinweis aus der Praxis, den Ihnen kaum jemand gibt: Es gibt auch statisch erstellte Websites — ohne WordPress, ohne Plugins, ohne Datenbank. Da gibt es schlicht fast nichts, das gehackt oder monatlich aktualisiert werden müsste, und schnell sind sie obendrein. Für viele kleine Unternehmen ist das die wirtschaftlichste Lösung. Warum bietet das kaum jemand an? Weil sich mit Wartungsverträgen für WordPress gut verdienen lässt.
Die billigste Website ist am Ende die teuerste
Ein Fall, wie er mir immer wieder begegnet: Ein Betrieb lässt sich die Website vom Neffen, einem Studenten oder einem Billiganbieter machen. Zwei Jahre später sitzt der Inhaber bei mir, und das Bild ist immer dasselbe — die Seite ist bei Google unsichtbar, lädt zäh, der Cookie-Banner ist falsch eingebaut (das ist in Deutschland ein echtes Abmahnrisiko, kein theoretisches), und der Ersteller reagiert nicht mehr auf E-Mails. Die Zugangsdaten? Weiß keiner. Also: alles neu, alles doppelt bezahlt.
Ich will damit nicht sagen, dass teuer automatisch gut ist. Ich habe auch schon überteuerte Agentur-Websites gesehen, die hübsch aussahen und keinen einzigen Kunden brachten. Der Punkt ist ein anderer: Eine Website ist eine Investition, keine Ausgabe. Die richtige Frage ist nicht „Was kostet sie?“, sondern „Was bringt sie ein?“. Wenn eine 2.500-€-Website Ihnen auch nur einen Neukunden im Monat bringt, hat sie sich je nach Branche nach wenigen Monaten bezahlt gemacht.
Woran Sie ein seriöses Angebot erkennen
Nach vielen Jahren in diesem Geschäft sind es für mich fünf Punkte:
- Es steht drin, was drin ist. Wie viele Seiten, wie viele Korrekturrunden, wer liefert Texte und Bilder. Schwammige Angebote werden später teuer.
- Die Website gehört danach Ihnen. Domain, Hosting, Zugänge — alles in Ihrer Hand. Vorsicht bei Mietmodellen: Da zahlen Sie jahrelang und besitzen am Ende nichts.
- Impressum, Datenschutz, Cookie-Consent sind sauber umgesetzt. In Deutschland keine Kür, sondern Pflicht.
- Der Anbieter kann über Ladezeiten reden. Fragen Sie nach PageSpeed-Werten. Wer da ausweicht, hat einen Grund.
- Es gibt ein Leben nach dem Launch. Was passiert bei Problemen? Wer ist erreichbar?
Geht es auch mit kleinem Budget?
Ja, und das sage ich ohne Umschweife: Nicht jeder Betrieb braucht eine 5.000-€-Website. Ein Handwerker, der gefunden werden und seriös auftreten will, ist mit einem sauber gebauten Onepager — schnell, rechtssicher, mit den wichtigsten Informationen — oft besser bedient als mit einer aufgeblasenen Seite voller Unterseiten, die niemand liest. Ausbauen kann man immer, wenn das Geschäft wächst.
Und noch etwas: Ab und zu setze ich ausgewählte Kleinprojekte zu Sonderkonditionen um — meist für Gründer und kleine Betriebe aus der Region, bei denen die Chemie stimmt und die mich dafür weiterempfehlen. Das ist keine Masche, sondern so bin ich selbst an manche meiner besten Kunden gekommen. Fragen kostet nichts.
Häufige Fragen
Was kostet eine einfache Website für ein kleines Unternehmen? Ein professionell gebauter Onepager liegt 2026 zwischen 300 und 1.500 €, eine Unternehmenswebsite mit mehreren Unterseiten zwischen 1.500 und 5.000 €.
Reicht nicht auch ein Baukasten wie Wix oder Jimdo? Für den Anfang manchmal ja. Die Grenzen kommen bei Google-Sichtbarkeit, Ladezeit und Rechtssicherheit — und Sie zahlen dauerhaft Miete für eine Website, die Ihnen nie gehört. Die ausführliche Abwägung steht im Artikel Baukasten oder Agentur.
Welche laufenden Kosten muss ich einplanen? Domain und Hosting ab etwa 50–200 € pro Jahr. Bei WordPress kommen realistisch 200–800 € Wartung dazu. Statische Websites sind im Unterhalt am günstigsten.
Wie lange dauert die Erstellung? Ein Onepager: ein bis zwei Wochen. Eine komplette Unternehmenswebsite: vier bis acht Wochen — vorausgesetzt, Inhalte und Feedback kommen zügig.
Ist teurer automatisch besser? Nein. Entscheidend ist, ob die Website ihr Ziel erfüllt: gefunden werden, Vertrauen schaffen, Anfragen bringen. Ein teures Design ohne Technik dahinter bringt genauso wenig wie eine Billigseite.
Mein Fazit
Klären Sie zuerst, was die Website leisten soll — dann erst das Budget. Wer es andersherum macht, kauft am Ende das, was ins Budget passt, statt das, was Kunden bringt.
Sie wollen wissen, was Ihre Website konkret kosten würde? Schreiben Sie mir — Sie bekommen eine ehrliche Einschätzung und ein transparentes Angebot im kostenlosen Erstgespräch. Ohne Verkaufsdruck, versprochen.