Website macht Probleme: Was tun — und wann brauche ich Hilfe?
Eine Anfrage, die ich regelmäßig bekomme: „Mein Kontaktformular funktioniert seit Wochen nicht mehr, ich habe das erst gemerkt, als mich ein Kunde direkt angerufen hat.“ Eine andere: „Meine Website zeigt plötzlich eine weiße Seite. Ich habe nichts geändert.“ Und eine dritte: „Irgendjemand hat meine WordPress-Website gehackt und jetzt zeigt sie irgendwelche Glücksspiel-Links.“
All das passiert — öfter als man denkt. Und meistens hätte man es verhindern oder früher bemerken können.
Dieser Artikel hilft Ihnen zu verstehen, was hinter typischen Website-Problemen steckt, was Sie selbst tun können und wann es Zeit ist, jemanden anzurufen.
Das Kontaktformular funktioniert nicht mehr
Das ist vermutlich das teuerste Problem, das niemand sofort bemerkt. Wer Ihre Website besucht und das Formular ausfüllt, bekommt vielleicht eine Fehlermeldung — oder gar keine Rückmeldung. Er geht zur Konkurrenz. Sie wissen von nichts.
Woran liegt es? Die häufigsten Ursachen: Der E-Mail-Versand des Servers wurde geändert oder gesperrt. Ein Update hat das Formular-Plugin inkompatibel gemacht. Die E-Mail-Adresse, an die Anfragen gesendet werden, existiert nicht mehr oder ist voll. Oder ein Spam-Filter blockt die Nachrichten, bevor sie ankommen.
Was Sie selbst tun können: Füllen Sie regelmäßig — am besten einmal im Monat — Ihr eigenes Kontaktformular aus und schauen Sie, ob Sie die E-Mail erhalten. Wenn nicht, ist das ein klares Zeichen.
Einfacher Selbsttest: Öffnen Sie Ihre Website auf dem Handy und schicken Sie sich selbst eine Testnachricht über das Kontaktformular. Kommt sie an? Wenn nicht, haben Sie ein Problem — und zwar schon seit einer Weile.
Die Website lädt viel zu langsam
Google misst Ladezeit und wertet sie als Rankingfaktor. Nutzer brechen ab, wenn eine Seite länger als drei Sekunden braucht. Das ist gut dokumentiert — und trotzdem haben erschreckend viele kleine Business-Websites Ladezeiten von acht Sekunden oder mehr.
Die häufigsten Ursachen:
- Zu große Bilder. Ein Foto mit 4 Megabyte, das eigentlich 200 Kilobyte groß sein sollte. Das ist der häufigste Einzelfaktor.
- Zu viele Plugins. Jedes WordPress-Plugin lädt Code. Zwanzig Plugins, von denen zehn kaum genutzt werden, verlangsamen alles.
- Schlechtes Hosting. Der günstigste Shared-Hosting-Plan teilt Serverleistung mit hunderten anderen Websites. In Stoßzeiten merkt man das.
- Kein Caching. Ohne Caching wird jede Seite jedes Mal neu generiert. Mit Caching wird sie einmal erstellt und dann zwischengespeichert — deutlich schneller.
Was Sie selbst tun können: Geben Sie Ihre Website-Adresse bei PageSpeed Insights von Google ein (kostenlos, keine Anmeldung). Das Tool zeigt Ihnen konkret, was bremst. Einige Punkte können Sie selbst angehen — Bilder komprimieren zum Beispiel. Andere brauchen technisches Eingreifen.
Fehlerseiten und weißer Bildschirm
Bei WordPress ist der „weiße Bildschirm des Todes“ berüchtigt — plötzlich zeigt die Website nur noch eine leere weiße Seite. Das klingt dramatisch, ist aber meistens auf einen häufigen Auslöser zurückzuführen: ein Update, das schiefgelaufen ist.
WordPress, Themes und Plugins werden regelmäßig aktualisiert. Manchmal ist ein Plugin nach einem Update nicht mehr kompatibel mit der neuen WordPress-Version. Oder zwei Plugins stören sich gegenseitig nach einem Update.
Was Sie selbst versuchen können: Wenn Sie kurz vorher ein Update gemacht haben, loggen Sie sich in WordPress ein (meistens noch erreichbar, auch wenn die Vorderseite leer ist) und deaktivieren Sie alle Plugins. Dann reaktivieren Sie sie einzeln, bis der Fehler wieder auftaucht — das ist der Verursacher.
Wenn Sie keinen Zugriff mehr haben oder nicht wissen, wo Sie anfangen sollen: Schreiben Sie mir. Das ist eine der häufigsten Anfragen, die ich bekomme, und meistens in einer Stunde behoben.
Die Website wurde gehackt
Das klingt schlimmer, als es oft ist — aber es ist trotzdem unangenehm. Typische Anzeichen: Die Website zeigt plötzlich fremde Inhalte (Glücksspiel, Pharma-Spam). Google markiert Ihre Seite als „Diese Website könnte gefährlich sein“. Ihr Hosting-Anbieter hat Ihren Account gesperrt.
Wie passiert das? In den meisten Fällen durch veraltete Software. Wer WordPress monatelang nicht aktualisiert, hat bekannte Sicherheitslücken. Angreifer scannen das Netz automatisch nach verwundbaren Seiten. Es ist kein persönlicher Angriff — sondern eine automatisierte Masseninfektion.
Was zu tun ist: Ändern Sie sofort alle Passwörter. Informieren Sie Ihren Hosting-Anbieter. Spielen Sie ein sauberes Backup ein. Dann verstehen Sie, wie die Infektion passiert ist, und schließen Sie die Lücke. Das ist keine Arbeit für Anfänger — holen Sie sich Hilfe.
Eine WordPress-Website, die seit einem Jahr keine Updates bekommen hat, ist kein schlafender Riese — sie ist eine offene Einladung.
Was Website-Wartung eigentlich bedeutet
Viele denken, eine Website ist nach der Erstellung fertig und braucht keine Pflege. Das stimmt für statische HTML-Seiten weitgehend — da gibt es wenig, das schiefgehen kann. Für CMS-basierte Seiten ist es anders.
Sinnvolle Routineaufgaben für WordPress & Co.:
- WordPress, Themes und Plugins monatlich aktualisieren
- Regelmäßige Backups (mindestens wöchentlich, idealerweise täglich)
- Formular testen — läuft alles noch?
- Auf dem Handy öffnen — sieht alles noch korrekt aus?
- Ladezeit gelegentlich überprüfen
- Inhalte auf Aktualität prüfen — stimmen Öffnungszeiten, Preise, Kontaktdaten noch?
Wer das selbst nicht zuverlässig macht oder keine Zeit dafür hat, kann es auslagern. Ich biete monatliche Wartungspakete an — Updates, Backup, Überwachung, ein Kontingent für kleine Anpassungen. Fester Preis, keine Überraschungen.
Neu seit 2025: Barrierefreiheitspflicht (BFSG)
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit Juni 2025 für kommerzielle Websites. Es bedeutet: Websites müssen bestimmte technische Standards erfüllen, damit Menschen mit Einschränkungen sie nutzen können — Screenreader-Kompatibilität, Tastaturnavigation, ausreichende Kontraste.
Wer dagegen verstößt, riskiert Abmahnungen. Die meisten kleinen Business-Websites erfüllen die Anforderungen nicht vollständig. Wenn Sie sich nicht sicher sind, wo Ihre Seite steht: Ich prüfe das und sage Ihnen, was konkret zu tun wäre.
Häufige Fragen zu Website-Problemen
Warum lädt meine Website so langsam?
Die häufigsten Ursachen: zu große Bilder, zu viele Plugins, schlechtes Hosting oder fehlendes Caching. Geben Sie Ihre Adresse bei Google PageSpeed Insights ein — das zeigt Ihnen kostenlos, was konkret bremst. In vielen Fällen lässt sich die Ladezeit deutlich verbessern, ohne die Website neu zu bauen.
Meine WordPress-Website zeigt Fehler — was tun?
Fehler entstehen oft nach Updates. Zuerst: Cache leeren. Dann alle Plugins deaktivieren und einzeln reaktivieren, um den Verursacher zu finden. Wenn Sie sich das nicht zutrauen oder keinen Zugriff mehr haben: Beschreiben Sie mir das Problem, ich schaue es mir an.
Wie oft muss eine Website gewartet werden?
Bei WordPress: mindestens monatliche Updates für Core, Themes und Plugins. Dazu Backups, Formulartest und gelegentliche Ladezeit-Prüfung. Statische HTML-Seiten brauchen deutlich weniger Wartung — das ist einer der Vorteile dieser Technologie für kleine Websites.
Helfen Sie auch, wenn die Website nicht von Ihnen gebaut wurde?
Ja — das ist bei mir sogar der häufigere Fall. Ich schaue mir an, was Sie haben, mache mich mit dem System vertraut und helfe dann. Egal ob WordPress, Shopify, TYPO3 oder eine andere Lösung — beschreiben Sie das Problem, und ich sage Ihnen ehrlich, ob und wie ich helfen kann.